Lehrgänge mit Maria Weiß  
   
 
   

13. Weihnachts-Cup
für Minis, Kinder und Schüler bis 13 J.

Weihnachtscup

am Samstag den 9. Dezember
in der Turnhalle des TV Hersbruck, Mühlstraße 17
von 9:30 bis 14 Uhr

>> Ausschreibung und Zeitpan

NEUE KURSE

Karate für Neueinsteiger von 14 bis 99 Jahre

Samstag, den: 11.11.2017
Sonntag, den: 12.11.2017
Samstag den: 18.11.2017
Sonntag den: 19.11.2017
Jeweils von 10:00 – 13:15 Uhr

>> Ausschreibung

Einstieg leicht gemacht

Wir beginnen mit unserem Curriculum wieder von vorne. Das ist Ihre Chance als Anfänger bei einem unserer Kurse fundiert neu einzusteigen. Nutzen Sie die Gelegenheit um Ihre sportlichen Vorsätze für das Neue Jahr gleich umzusätzen oder erfüllen Sie sich den Wunsch und machen sich mit einer Kampfkunstart vertraut.

Klassisches Karate
Kursbeginn am Montag den 08.01.2018 um 19.30 Uhr

Selbstverteidigung
Kursbeginn am Dienstag den 09.01.2018 um 19.45 Uhr

Tai Chi und Qi Gong
Kursbeginn am Mittwoch den 10.01.2018 um 18.30 Uhr

Karate Bogu-Kumite
Kursbeginn am Donnerstag den 11.01.2018 um 19.30 Uhr

Bei unseren anderen Kursen, wie das Gesundheitstraining, MaxxF Krafttraining, Karate-Aerobic und
Sandsack-Workout, ist ein Quereinstieg jederzeit möglich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr KaKenko-Team


News
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03.09.2005: Bericht von Melanie Müller über die World Games

Maria Musall – von der Ersatzkämpferin in die Weltspitze
Bayerische Athletin aus Hersbruck holt Silbermedaille bei den World Games


Duisburg – alle vier Jahre finden die World Games der nicht-olympischen Sportarten statt, bei dem auch unsere Kampfkunst Karate vertreten ist. Dieses Jahr war Deutschland mit der Stadt Duisburg das ausrichtende Gastgeberland. Qualifiziert sind hier nur die besten Sportler aus aller Welt, die einen Weltmeistertitel oder Kontinentalsieg verzeichnen können. Da vereinzelt Athleten nicht angereist waren, konnte Deutschland die Lücken mit unseren Sportlern schließen. Nachdem Maria Musall auf der diesjährigen Deutschen Meisterschaft eine Silbermedaille erkämpfen konnte, wurde sie neben Julia Gehring für die World Games in der Gewichtsklasse -60kg nominiert.

Schon diese Nominierung allein war für Maria eine große Ehre, aber hier auch noch ganz vorne mitzumischen, hätte sie sich vorher wahrscheinlich nicht träumen lassen. Am zweiten Wettkampftag der World Games startete die Disziplin mit ihrer Gewichtsklasse. Die Hersbruckerin war jedoch nicht allein, denn ein kompletter Bus mit bayerischen Fans ist extra angereist, um ihre Maria kämpfen und letztendlich sogar siegen zu sehen. Die Aufregung stand ihr ins Gesicht geschrieben, jedoch bewies sie in ihren Begegnungen eiserne Nervenstärke. Bereits in der ersten Runde gegen Australien zeigte sie in den ersten Sekunden der Kampfzeit mit einem exakten Mawashi-Geri (Fußstoß zum Kopf) wie stark sie ist. Ihre Gegnerin konnte ausgleichen, aber Maria setze ihren blitzschnellen Fußstoß erneut an und bekam wiederum 3 Punkte zugesprochen. So konnte sie mit 6:4 ihren ersten Kampf für sich entscheiden.
Spannend wurde es in der zweiten Begegnung gegen Danielys Nunez (Panamerikanische Meisterin aus Venezuela). Hier gab es bis in den letzten Sekunden keine wertbare Technik. Maria versuchte ihre Chance mit einem Fußtritt, wurde wegen Kontakt verwarnt und ihre Gegnerin erhielt einen Punkt. Maria gab nicht auf und konnte diesen Rückstand noch ausgleichen. In der letzten Sekunde setzte sie noch eins drauf und holte den entscheidenden Punkt für den Sieg. Als nächstes wartete mit Peric, der Weltmeisterin von 2002, ein harter Brocken. In dieser Begegnung reichte es nicht für einen Sieg und Maria verlor knapp mit 2:1. Da sie jedoch in ihrem Pool bereits 2 Siege für sich verzeichnen konnte, kam sie ins Halbfinale, wo die japanische Asiameisterin auf sie wartete. Maria war von der gesamten Stimmung in der Halle begeistert: „Die waren alle total super, jedes Mal wenn ich auf die Matte bin, wurde es richtig laut. Das war echt der Wahnsinn. Während dem Kampf habe ich aber davon nichts mehr mitbekommen. Ich weiß nur noch dass es z.B. beim Kampf gegen die Japanerin total laut war, da muss die Halle echt gebebt haben!“
Und die Halle hat wahrlich gebebt, denn dieser Kampf war wohl der spannendste überhaupt. Beide Kämpferinnen brannten ein regelrechtes Feuerwerk an Techniken ab und die Führung wogte hin und her. Ein nerven zerreisendes Halbfinale, in dem auch die Zuschauer mit lautstarken Anfeuerungsrufen alles gaben. Zur Hälfte der Kampfzeit stand es 4:4, dann 6:6, zeitweise führte die Japanerin, Maria konterte und glich wieder aus. Es stand 8:8, Maria konterte erneut und ging mit 9:8 in Führung. Plötzlich schaffte es die Hersbruckerin einen sauberen Ura-Mawashi-Geri anzusetzen und hatte nun mit 12:8 einen großen Punktevorsprung. Die Japanerin geriet in Zeitdruck, griff mit Ushiro-Geri an und traf Maria hart in den Magen. Letztendlich holte die Asiameisterin diesen Punktevorsprung nicht mehr auf und Maria siegte in diesem begeisterten Kampf mit 12:11 (!) Punkten. Es stellte sich später heraus, dass sie die einzige deutsche Finalistin an diesem Tag war.

Ihren Einzug ins Finale konnte Maria noch gar nicht recht wahrnehmen und war bereits zu diesem Zeitpunk überglücklich. „Ich muss mich nun erstmal bei meinen bayerischen Fans bedanken und dann meinen Landestrainer Gerhard anrufen!“
Nachdem sich Perec im zweiten Halbfinale durchsetzen konnte, kam es in diesem Finale zu einer Neuauflage der Begegnung der Vorrunde. Maria begann hochkonzentriert mit schnellen Zukiangriffen zum Kopf und wollte so ihre Gegnerin aus dem Konzept bringen. Diese bewies jedoch ihre herausragende internationale Klasse und konterte Maria zweimal aus und ging so 2:0 in Führung. Als Maria der längstverdiente Anschlusstreffer mit einem perfekt getimten Jodan-Zuki gelang, begannen die Zuschauer zu toben. Hochmotiviert griff Maria erneut mit einem Jodan-Zuki an, traf Perec dabei zu hart und musste einen Kaikoku, verbunden mit einem Punkt für Perec, hinnehmen. Damit schien Sekunden vor Schluss eigentlich alles schon gelaufen. Doch Maria bewies ungeheueren Kampfgeist und versuchte noch mit einem Jodan-Mawashi-Geri zum Erfolg zu kommen. Unmittelbar vor dem Schlussgong gelang ihr tatsächlich wie aus dem Nichts dieser Fußstoß, den Perec zwar leicht mit der Hand noch abblocken konnte, der aber trotzdem wertbar gewesen wäre. Ein Seitenkampfrichter zeigte dafür auch eine Sanbon - Wertung (3 Punkte) während der andere Kampfrichter auf „zu schwach“ entschied. Für einen Augeblick sah es so aus, als ob der Hauptkampfrichter den Sanbon geben wollte, entschied sich allerdings dann doch noch anders. Bange, Augenblicke für Perec, die sichtbar erleichtert die Entscheidung aufnahm. Auch die Zuschauer glaubten ein paar Sekunden an diese absolute Sensation, zollten aber fairerweise beiden Kämpferinnen Applaus für diese tolle Finalleistung.

Damit hat sich Maria sozusagen von „0 auf 100“ in die Weltspitze etabliert. Zugleich ist dies der bisher größte Erfolg im Leistungssport des BKBs. Noch nie holte ein bayerischer Athlet oder Athletin eine Medaille bei den hochrangigen World Games. Maria konnte diese Ereignisse noch gar nicht fassen

Alle bayerischen Karatekas sind stolz auf ihre Maria von der wir auch in Zukunft sicher noch so manche positive Überraschung erleben werden.

Bericht Melanie Müller

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